Unser Haus
Seit Ende des Jahres 2004 ist die Ernesto-Albertina stolzer Besitzer eines eigenen Verbindungshauses. Seit der Einweihungsfeier am 27.11. findet hier ein großer Teil unseres Bundeslebens statt. Am Adamiberg über der Stadt thronend, hat dieses Haus eine bewegte Geschichte. So war es zuletzt das Heim der TV! Coburgia. Bundesbrüder und Gäste treffen sich hier zum Kneipen und Feiern.
Anschrift:
Adamiberg 8
96450 Coburg
Geschichte unseres Hauses (von AH Christian Boseckert)
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1727 |
Erstmalige Erwähnung eines Grasgartens auf dem
Gelände des Ernst-Albertiner-Hauses. Besitzerin ist die Tuchmacherswitwe
Catharina Ketschenbach aus Coburg. |
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1741 |
Der Kaufmann Johann Andreas Adami erwirbt das
Grundstück für 360 fl. Kauff- und 3 Specisthaler Gönnegeld. Er ist der
Namenspate des Adamiberges, der vorher Kleiner Judenberg genannt wurde. |
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1775 |
Adamis Schwiegersohn, der Hoftrompeter Georg
Gotthold Waldsachs, eröffnet auf dem Grundstück den ersten Biergarten
Coburgs. Er umfasst neben dem Gelände des Ernst-Albertiner-Hauses auch das
Jean-Paul-Häuschen. |
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1803-1804 |
Der deutsche Schriftsteller Jean Paul schreibt
hier seinen wohl bedeutendsten Roman „Flegeljahre“. Der Biergarten ist zu
dieser Zeit bereits wieder geschlossen. |
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1844 |
Albert Friedrich Schnür, Geheimer Oberfinanzrat,
erwirbt das Gartengrundstück am Adamiberg von der Knopfmachermeisterswitwe
Catharina Barbara Dietz. |
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1862 |
Geheimer Oberfinanzrat Albert Friedrich Schnür
erhält vom Herzoglich Sächsischen Staatsministerium in Coburg die
Zustimmung zum Bau eines Pavillons auf dem Adamiberg. Mit der
Bauausführung betraut Schnür den Coburger Architekten Paul Gehrlicher. |
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1866 |
Der Kreisgerichtsdirektor Georg Ottilius Schnür wird
nach dem Tod seines Bruders Albert Friedrich neuer Eigentümer des
Gartenhauses. In dieser Zeit wird das Gartenhaus in der Bevölkerung „Schnürs
Pavillon“ genannt. Der Name verdeutlicht einen gewissen Bildungsanspruch
des Coburger Großbürgertums, das hier einen gesellschaftlichen Mittelpunkt
erhalten sollte. |
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1877 |
Protokoll vom 25. Juni: Kreisgerichtsdirektor Schnür
erklärt in der Kämmerei des Herzoglichen Staatsministeriums: „Der
Pavillon ist lediglich für gesellschaftliche Zwecke bestimmt; derselbe
besteht aus einem großen Salon mit 6 großen Doppel-Logen-Fenstern und 2
kleineren Räumen, die jedoch nicht groß genug sind um darin wohnen zu
können resp. dass ein Haushalt darin geführt werden kann, dagegen geht
demselben ein Abort, ein Holzstall und eine Waschgelegenheit ab. Bezüglich
der Heizvorschriften bemerke ich, dass der Pavillon im Saal einen weißen
Porzellanofen enthält, der bloß zur Dekoration bestimmt ist.“ |
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1889 |
Der Coburger Theatermaler Professor Friedrich
Lütkemeyer erwirbt den Pavillon von den Erben des Kreisgerichtsdirektors
Schnür. Er nennt das Gartenhaus sein „Tusculum“ (Anmerkung: Tusculum
war im
Altertum und
Mittelalter eine Stadt in
Latium, südöstlich von
Rom an den
Albaner Bergen, in der Nähe des
heutigen
Frascati gelegen.) Im
Untergeschoss, dem sogenannten „Sala terrena“ stellt Lütkemeyer zwei
allegorische Steinfiguren auf: den „Morgen“, und „Abend“. Beide Figuren
befinden sich heute im Hofgarten. |
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1912 |
Professor Lütkemeyer stirbt im Alter von 70 Jahren. Das Gartenhaus bleibt
noch bis 1916 im Besitz seiner Familie. |
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1916 |
Die Niederfüllbacher Stiftung erkauft das Grundstück
von der Erbengemeinschaft Lütkemeyer. |
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1917 |
Die Stadt Coburg erwirbt das Grundstück, nebst
Gartenhaus. Sie ist bis heute der Eigentümer des Areals. Der Pavillon wird
u.a. an den Betreiber der Coburger Schlachthofgaststätten, dem
Metzgermeister Bernhard Pfab vermietet. Das Gartenhäuschen wird zu einem
Wohnhaus umgebaut. |
| Nach 1945 |
Mehrere
Flüchtlingsfamilien aus Schlesien und dem Sudetenland kommen im ehemaligen „Schnürs
Pavillon“ unter. Das Gartenhaus bleibt bis 1974 von zwei Coburger Familien
bewohnt. |
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1975 |
Die Technische Vereinigung Coburgia zu Coburg mietet
das Gartenhaus von der Stadt und baut es im Inneren um. Noch im gleichen
Jahr kann das erste „Coburgenhaus“ der Vereinigung seiner Bestimmung
übergeben werden. Damit konnte die T.V. Coburgia als erste Korporation in
Coburg auch ein eigenes Haus vorweisen. |
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2004 |
Die Schülerverbindung
Ernesto-Albertina zu Coburg wird neuer Mieter des Gartenhauses am
Adamiberg, nachdem die T.V. Coburgia ihr neues Coburgenhaus in der
Adamistraße bezogen hatte. Erneut findet eine umfassende Renovierung des
Hauses statt. Gleichzeitig findet eine Umbenennung des Gebäudes in
Ernst-Albertiner-Haus statt. |